Gesunde Zähne brauchen ein gesundes Zahnbett
Für langfristige Zahngesundheit sind nicht nur die Zähne selbst wichtig, sondern auch ein gesundes Zahnbett. Dazu gehören das Zahnfleisch, der Kieferknochen und der gesamte Zahnhalteapparat. In der Zahnarztpraxis Dr. Sandra Kirst in Lörrach legen wir deshalb großen Wert auf die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Zahnfleisch¬erkrankungen.
Gerät das natürliche Gleichgewicht der Mundbakterien aus der Balance, können sich aggressive Bakterien vermehren. Diese produzieren schädliche Stoffe, die Entzündungen des Zahnfleisches verursachen können. Erste Anzeichen sind gerötetes oder empfindliches Zahnfleisch sowie Zahnfleischbluten beim Zähneputzen. Bleibt eine solche Entzündung unbehandelt, können sich tiefe Zahnfleischtaschen bilden und der Kieferknochen langfristig geschädigt werden.
Mit moderner Prophylaxe, regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und professionellen Behandlungen helfen wir dabei, Erkrankungen des Zahnhalteapparates frühzeitig zu erkennen und effektiv zu behandeln. Unser Ziel ist es, Ihre natürlichen Zähne dauerhaft zu erhalten und Ihre Mundgesundheit nachhaltig zu schützen.
Besonders wichtig sind dabei eine gründliche Mundhygiene zuhause sowie regelmäßige Vorsorgetermine in unserer Praxis im Zentrum von Lörrach. Gemeinsam sorgen wir für gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch – ein Leben lang.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Vorsorgetermin bei Dr. Sandra Kirst in Lörrach und schützen Sie Ihre Zähne mit einem gesunden Zahnbett und moderner Zahnvorsorge.
Bei Zahnfleischentzündung gleich Termin vereinbaren!
Werden die Bakterien nicht sorgsam professionell entfernt, schreitet die Entzündung rasch fort. Die Bakterien befallen den gesamten Zahnhalteapparat und führen zum Abbau des Kieferknochens in den Zahnfächern. Eine Parodontitis, umgangssprachlich auch Parodontose genannt, entsteht. Eine Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter.

Typische Symptome einer Parodontitis
Begünstigende Faktoren für die Entstehung einer Parodontitis sind: mangelnde Mundhygiene, nicht durch professionelle Prophylaxe beseitigte Plaque (Zahnbelag), genetische Anfälligkeit, Rauchen, Stress, Übergewicht, falsche Ernährung – insbesondere ständiger Zuckerkonsum – , hormonelle Störungen sowie Diabetes und hoher Blutdruck.

Eine Parodontitis gefährdet Ihre Gesamtgesundheit
Eine aktive Parodontitis ist eine permanente, großflächige Entzündung im Mund etwa so groß wie ein Handteller. Sie bedeutet für das Immunsystem maximalen Stress.

Zudem können über die Blutbahnen Keime in weiter entfernte Organe ausgeschwemmt werden. So kann sich eine unbehandelte Parodontitis auf den gesamten Organismus auswirken. Parodontitis ist einer der größten Risikofaktoren für koronare Herzerkrankungen, sie erhöht die Wahrscheinlichkeit für Schlaganfall, Gelenksentzündungen (Arthritis) und eine Erkrankung der Lungen. Bei Schwangeren erhöht sie das Risiko einer Früh- und Fehlgeburt.
Parodontitis – eine besondere Gefahr für Diabetiker
Einerseits haben Typ-II-Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine Parodontitis zu bekommen. Zugleich wirkt sich das Entzündungsgeschehen einer aktiven Parodontitis sehr nachteilig für die Blutzuckereinstellung aus. Dabei wird nach den neuen Leitlinien zur Therapie von Typ-II-Diabetikern der Deutschen Diabetesgesellschaft besonders viel Wert auf eine normnahe Blutzuckereinstellung zu Beginn der Behandlung gelegt. Deshalb ist für Diabetiker eine sehr sorgfältige Mundhygiene und begleitend eine regelmäßige Prophylaxe so wichtig, um das parodontale Entzündungsgeschehen zum Stillstand zu bringen.
Gerne nehmen wir Sie in unser Recall-Programm auf und erinnern Sie rechtzeitig an Ihren Termin für die nächste Zahnreinigung.

So bekommen wir eine aktive Parodontitis in den Griff
Zunächst die schlechte Nachricht: Hat sich aus einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) erst einmal eine Parodontitis entwickelt, sind die Folgen nicht mehr heilbar, d.h. umkehrbar: Was weg ist, ist weg. Die gute Nachricht: Wir können die aktive Entzündung zum Stillstand bringen und somit den Abbau von Zahnfleisch und Kieferknochen stoppen.
Die geschlossene Parodontalbehandlung

In mehreren Sitzungen werden zunächst die Zähne oberhalb des Zahnfleischsaumes …

… und dann die Zahnfleischtaschen subgingival unter örtlicher Betäubung gründlich gereinigt. Mithilfe von Ultraschallgeräten werden Zahn- und Wurzeloberflächen sowie die Zahnfleischtaschen von Ablagerungen und Bakterien befreit.

Per Laser werden die Zahnfleischtaschen sterilisiert. Ziel der Behandlung ist die sogenannte „Full-Mouth-Desinfection“.

Nach wenigen Wochen ist der Entzündungsprozess zum Stillstand gekommen, das Zahnfleisch wird wieder fester und wieder rosafarben.

Das Zahnfleisch liegt am Zahnhals an und die Taschentiefe geht messbar zurück.
Die offene Parodontalbehandlung
Hat die geschlossene Behandlung einer Parodontose keine ausreichende Heilung der Entzündung erzielt, greifen wir zur offenen Parodontalbehandlung. Hierbei wird unter lokaler Betäubung das Zahnfleisch entlang der Zahnwurzeln eröffnet, wodurch man freie Sicht auf die befallenen Wurzeloberflächen hat. So kann mit Handinstrumenten oder im Ultraschallverfahren eine gründliche Reinigung und Glättung vorgenommen werden. Zum Abschluss wird der Operationsbereich gespült, das Zahnfleisch wieder an die alte Position zurückgelegt und vernäht, ohne dass gesundes Zahnfleisch entfernt wird. Nach ca. einer Woche werden die Nähte entfernt.
Das Ergebnis einer erfolgreichen Parodontalbehandlung ist ein entzündungsfreier Zahnhalteapparat. Um das erzielte Behandlungsergebnis langfristig zu erhalten, ist eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung unerlässlich! Abhängig von dem Risikoprofil eines jeden Patienten, sollte die Zahnreinigung individuell in Abständen zwischen 3 und 6 Monaten erfolgen.


